Wussten Sie, dass bei einer Umfrage 62% der Personen in Deutschland angaben, dass es sich beim “Mobile Shopping” um einen Game Changer handelt? Die traditionelle Art des Ladenverkaufs wird überholt. Es gibt keine geregelten Öffnungszeiten, keine Personalkosten, keine Limitierung an zu erhaltender Ware. Ein Online Shop bietet darüber hinaus einen standortunabhängigen Werbeeffekt mit hoher Reichweite. Es ist die Zukunft des Handels. 

Eine Prognose des Digital Market Outlook zeigt, dass sich die Zahl der Online-Käufer in Deutschland im Jahr 2023 auf 71,4 Millionen belaufen wird. Will man heutzutage auf dem Markt bestehen, ist es nicht mehr nur eine Option seine Produkte und Dienstleistungen online anzubieten, es ist eine zwingende Voraussetzung.

Wie Sie die Grundlage für einen erfolgreichen Online Shop legen, erklären wir in diesem Beitrag.

Das digitale Schaufenster braucht, ähnlich wie ein Ladengeschäft, einen gewissen Aufbau, um die Produkte präsentieren zu können. In der digitalen Welt nennt es sich nicht Schaufensterpuppe, sondern Shopsystem. 

Es ist eine Software, die auf einem Server installiert ist und somit das Gerüst für die Erstellung eines Online Shops bildet. Jedes Shopsystem enthält die Funktionen zur Informationssuche, eine Shop-Datenbank mit Produktinformationen und Präsentationssystemen sowie die Möglichkeit zur Bestellung und Zahlung. Auch der sogenannte “After-Sales-Service”, der Lieferung und Versand umfasst, ist Teil der grundlegenden Funktionalitäten eines Shopsystems.

Das Gerüst an Funktionalitäten kann je nach verwendeter Software modular erweitert und auf die unterschiedlichen Geschäftsanforderungen angepasst werden. Seit 1995 haben sich die Anforderungen so stark verändert, dass es mittlerweile allein in Deutschland um die 200 Shopsoftware Anbieter gibt.

Die richtige Art von Shopsystem für Ihr Unternehmen zu finden bedarf großer Sorgfalt und kann unter diesem Angebot deshalb schnell überfordern. Um nicht von der Konkurrenz überholt zu werden, muss man sich anpassen und weiterentwickeln können. Shopsysteme bieten je nach Art unterschiedliche Vor- und Nachteile. Diese müssen bei den Möglichkeiten des Online- Shops beachtet werden. Um herauszufinden, welches Shopsystem zu Ihrem Unternehmen passt, werden die gängigsten Arten von Shopsystemen aufgelistet, erklärt und einer bestimmten Zielgruppe zugeordnet, mit der Sie sich identifizieren können.

  

SaaS (Software as a Service)

 

Diese Software ist ein cloudbasiertes, bereits voll funktionsfähiges Shopsystem, das Sie über ein Abo-Modell kaufen. Es müssen hierbei keine eigenen Server-Kapazitäten gestellt werden und ein großer Vorteil ist, dass der SaaS-Anbieter für Aufwand der Serverwartung- und Sicherheit zuständig ist und das Ausfallrisiko trägt. 

Es gibt bereits vorgefertigte Designvorlagen, die dann vom Händler selber eingerichtet und angepasst werden. Man kann quasi direkt online gehen. Die Einfachheit liegt hier klar im Vordergrund und kann als Vor- aber ebenso Nachteil gesehen werden. Denn ein vorgefertigtes System bedeutet auch, dass es wenig individualisierbar ist, wenige Zusatzfunktionen hat und das Geschäft unter Umständen nicht in dem Maße repräsentieren kann, wie Sie es sich wünschen. Auch können sich je nach Anbieter lange Mindestlaufzeiten ergeben, wodurch man sich abhängig macht.

Sie passen in die Zielgruppe der SaaS Shopsysteme, wenn Sie:

  • noch in den Startlöchern stehen und wenig technisches Vorwissen mitbringen
  • wenige, bis keine Programmierkenntnisse haben (hier werden digitale Assistenten geboten)
  • ihre Kosten gut kalkulieren müssen
  • mit geringem Aufwand schnell online gehen möchten 
  • bereit sind, auf Individualität vorerst zu verzichten
  • das Sicherheitsrisiko auf ein Minimum reduzieren möchten und garantierte Rechtssicherheit haben wollen

Software Anbieter von SaaS Shopsystemen sind Shopify, Jimdo, Strato oder Lightspeed.

 

Open Source

 

Open Source Shopsysteme haben einen offenen Quellcode. Das bedeutet, dass die Software für jeden einsehbar ist, verändert werden kann und frei zugänglich ist. Es hat Vorteile der individuellen Erweiterung und Gestaltung, bedeutet jedoch auch, dass auftretende Sicherheitslücken im Quellcode offen liegen können, diese eventuellen Angreifern bekannt sind und sie ebenso Zugriff haben. 

Auch muss sich eigenständig über rechtliche Änderungen und verfügbare Updates informiert werden, welche selbstständig integriert werden müssen. Die Open Source Shopsysteme werden kostenlos angeboten. Zahlen muss man früher oder später trotzdem. Denn es ist ein nicht zu unterschätzender Programmieraufwand mit einzurechnen, bei dem Kosten anfallen werden. Die finanzielle Kalkulation ist somit sehr schwierig bis unmöglich. Geld sparen sollte hier nicht das Hauptziel sein. Vielmehr liegt der Fokus auf Flexibilität, Erweiterbarkeit und Zukunftsfähigkeit. Der Online-Shop kann hier so individuell wie der Kunde selbst gestalten werden und ohne Probleme an aufkommende Trends angepasst werden. 

Will man den Schwerpunkt auf Content legen, können fest an WordPress geknüpfte Shopsystem-Plugins benutzt werden. Dazu muss kein zusätzliches System installiert werden und es können trotzdem Shoplösungen integriert werden.

Sie passen in die Zielgruppe von Open Source Shopsystemen, wenn Sie:

  • ein größerer Händler sind
  • Programmierkenntnisse haben und sich Zeit nehmen können bevor sie online gehen 
  • spezifische Vorstellungen von Ihrem Online-Shop haben
  • zukunftsorientiert sind und anpassbar bleiben wollen
  • über ausreichend Ressourcen verfügen den Shop selber zu installieren und zu warten oder ggf. eine Agentur zu beauftragen
  • sich nicht an Abonnements mit langer Laufzeit binden wollen 

 

Magento, Shopware, WooCommerce oder XTC bieten kostenfreie Community-Editionen, die Grundlagen für den persönlichen Online-Shop darstellen.

 

Sie möchten einen eigenen Online Shop erstellen und wissen nicht wie?  Wir sind Ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund um Software Programmierung, Design und Marketing. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.