Online Shop Checkliste – in 5 Schritten zum eigenen Webshop


 

Die Geschäftsidee ist da, der Businessplan ist erstellt und Sie stehen kurz vor der Gründung des eigenen Unternehmens. Eigentlich fehlt nur noch das richtige Marketing und Shopsystem, um die gewünschte Zielgruppe anzusprechen. Doch sich im Geschäft zu behaupten ist bei der großen Konkurrenz oft gar nicht so einfach.

Der Onlinehandel hat in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen, Tendenz steigend. Große Shopbetreiber wie Ebay, oder Amazon bieten zwar Möglichkeiten eigene Produkte auf ihrer Domain anzubieten, lassen aber kaum Raum für Individualität. Die Alternative ist es, ein eigenes Shopsystem zu betreiben. Während vor 10 Jahren noch ein einfacher Webshop ausreichend war um eigene Produkte zu vermarkten, braucht es heute sehr viel mehr um Kunden zum Kauf zu animieren. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Sie ihren eigenen Onlineshop aufbauen möchten.

1. Die richtige Shopsoftware auswählen

Software im Baukastenformat

Grundsätzlich gibt es drei Formen von Shopsoftware, die sich stark voneinander unterscheiden. Zuerst wäre da Shopsoftware à la Baukastensystem, auch genannt SaaS (Software as a Service). Softwareanbieter wie Jimdo, Strato oder Lightspeed bieten voll funktionsfähige Shopsysteme mit fertigen Design Templates, deren Einrichtung selbst vorgenommen werden kann. Die Kosten liegen bei etwa 10 – 200€ im Monat. Das Geschäft kann nach der Gründung zwar schnell online gehen. Dafür sind die Softwares aber wenig flexibel und individualisierbar, bspw. im Design. Das führt oft dazu, dass sich der eigene Onlineshop nicht besonders von vielen anderen abhebt und die Geschäftsidee nicht optimal abbildet. Wünscht sich der Kunde Zusatzfunktionen, kommen die vorgefertigten online Shopsysteme ebenfalls schnell an ihre Grenzen. Hinzu kommen je nach Anbieter hohe Abhängigkeiten durch lange Mindestlaufzeiten. Je nach System sind die Shopsysteme eventuell auch nicht sonderlich SEO-optimiert.

Opensource Shopsysteme

Alternativ kann die Website auch mit einer opensource Shopsoftware erstellt werden. 

Magento, Shopware, WooCommerce oder XTC haben kostenfreie Community-Editionen, die gute Grundlagen zur Individualisierung und Erweiterung des persönlichen Webshops bieten. Für Open-Source Programme sind jedoch Programmierkenntnisse vonnöten. Generell gestaltet sich die Umsetzung komplizierter als mit einer Baukastensoftware. Das bedeutet meist, dass sich der Verkaufseinstieg des Onlineshops nach hinten verschiebt, weil für die Eröffnung der Domain mehr Zeit benötigt wird. Hier ist mit ca. 2-6 Monaten zu rechnen, je nach Anforderungen des Kunden.

Maßgeschneiderter Onlineshop

Ein zu 100 % maßgeschneidertes System erhält man nur durch Eigenentwicklung. Der Kostenpunkt liegt hierbei am höchsten, jedoch ist die Gestaltung auf die Bedürfnisse der Kunden, die den Shop nutzen sollen, optimiert. Damit werden die Chancen, den Onlineshop schnell aufzubauen erhöht. Besonders Gründer, die zum ersten Mal einen Shop aufbauen sollten sich zumindest bei der Erstinstallation von Profis unterstützen zu lassen. Gerade die Bereiche Sicherheit, Backups und Hosting sind für viele ein unbeschriebenes Blatt – obwohl sie essentiell für den Erfolg des Shops sind.

 

2. Intelligente Onlineshop-Struktur wählen

Bevor eine E-Commerce-Plattform für den Verkauf der Produkte erstellt wird, sollte gut überlegt werden, wie der Shop in Zukunft aussehen soll. Wächst ein Onlineshop und werden immer neue Unterkategorien dem Webshop hinzugefügt, verliert der Shop schnell an Struktur. Unübersichtlichkeit schreckt Kunden ab, schließlich hat niemand Lust oder Zeit sich in einem Gewirr von Unterkategorien wiederzufinden. Eine vorausschauende Struktur- und Produktplanung sind daher Voraussetzung für das Gelingen eines guten Webshops, auch wenn die Produkte zu Beginn noch nicht im Webshop verfügbar sein sollten.

 

3. Die wichtigsten Marketingfunktionen kennen

Das Stichwort, um die Platzierung des Onlineshops bei Suchmaschinen wie Google zu steigern heißt SEO. Die Search Engine Optimization bringt den meisten Traffic wenn das Unternehmen mit dem Webshop noch bei der Existenzgründung steht. Bezahlte Anzeigen mit Google AdWords oder Bing sind kostspielig, daher sollte großen Wert auf die richtige Grundstruktur des Onlineshops und intelligente Produktbeschreibungen gelegt werden. Sollen Kunden den Shop für sich entdecken führt kein Weg an einer guten SEO-Optimierung des Contents vorbei. 

Das Marketing des Webshops sollte außerdem über die verschiedenen Social Media Kanäle vorangetrieben werden. Das schafft mehr Reichweite und erzeugt einen höheren Traffic auf der Webpage. Ebenfalls sinnvoll kann die Anbindung von Preissuchmaschinen, Gutscheinaktionen, oder E-Mail Marketing sein.

 

4. Zahlungsarten anlegen

Häufig werden von Onlineshop- Betreibern Verkaufspotenziale durch die falschen oder fehlenden Zahlungsarten eingebüßt. Jede Zielgruppe hat verschiedene Zahlungsbedürfnisse. Daher ist es wichtig sich vorher gut zu überlegen, wen der Onlineshop ansprechen soll. In die Überlegungen sollte unbedingt die Altersstruktur der Kunden miteinbezogen werden. Ältere Kunden werden sicherlich den Kauf auf Rechnung bevorzugen, während jüngere Generationen eher zu Optionen wie Sofortüberweisungen oder Zahlung per PayPal neigen. Fühlt sich ein Kunde mit der Zahlungsart nicht wohl, wird er sein Produkt auf einer anderen Plattform wie Ebay erwerben, die er bereits kennt.

 

5. Den Shop von seiner besten Seite zeigen

Viele Hersteller und Lieferanten bieten Händlern vorgefertigte Produktbilder zur freien Weiterverwendung in ihren Onlineshops an. Sucht jedoch ein Kunde über Google Shopping nach Produkten und er findet bei mehreren Händlern dasselbe Bild, wird er sich vermutlich für den Shop entscheiden, der individuelle und ansprechende Produktbilder zeigt. Mit eigenen Bildern hebt man sich von der Konkurrenz ab und sichert sich die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden. 

 

Ein Onlineshop kann schon kurz nach der Eröffnung ein voller Erfolg oder ein Flop werden. Wie das Endergebnis aussieht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Angefangen beim Shopdesign und endend bei der geschickten Wortwahl des Content der Shop- und Produktbeschreibung. Die Vermarktung der Website im Web und eine gute Suchmaschinenplatzierung sind ebenso unabdingbar wie die passende Vermarktung über weitere Kanäle wie Social Media um die Reichweite und den Traffic zu steigern. Soll sich der Webshop von anderen Anbietern abheben, führt der Weg ebenfalls nicht an einer professionellen und flexiblen Shopsoftware vorbei, die sich an alle Wünsche und Funktionen individuell anpassen lässt. 

 

Sie möchten einen eigenen Onlineshop erstellen und benötigen Unterstützung? Wir sind Ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund um Software Programmierung, Design und Marketing. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.